Drei König*innen, Teil 2

Weil das Konzert Anfang Januar mehr als ausverkauft war, bringen wir kurz vor der Ausfahrt „Lockdown“ am 7. März das Drei König*innen-Konzert erneut auf die Bühne. Und wie Anfang Januar hat es auch im März wahnsinnigen Spaß gemacht, für euch zu singen. Ihr wart ein tolles Publikum. Danke das es euch gibt! Danke an Sirpa und Karel für die digitalen Aufzeichnungen. Danke an die Brotfabrik für eine Heimat. Und danke an alle Helfer*innen vor und hinter dem Vorhang.

Probolaus

Vier Paar Stiefel stehen auf einem roten Teppich vor einer Wand.

Es sieht zwar so aus, als warteten wir auf den Nikolaus, aber wir proben nur. Wie immer auf Socken: Weil unser Probenraum auch als Tanzstudio genutzt wird, soll der Boden natürlich sauber bleiben. Und so ziehen wir jeden Donnerstag brav die Schuhe vor der Türe aus. Vielleicht kommt ja doch eines Tages der Nikolaus vorbei und befüllt sie. Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Und wenn dir jetzt einfällt, dass du auch noch einen Schuh füllen musst, wechselst du am besten hier zu bonnticket.de und sicherst dir und dem Nikolaus Tickets für unser nächstes Konzert am 5.1.2020.

Es ist noch nicht soweit

Die Titelmelodie vom Sandmann ist ja eigentlich auch so etwas wie Filmmusik. Sie gehört aber dennoch nicht zu unserem Repertoire. Zumindest nicht zum öffentlichen Repertoire. Denn manchmal singen wir in den Proben auch Kinderlieder. Zum Beispiel „Sandmann, lieber Sandmann“. Die Melodie ist recht einfach und auch der Text ist überschaubar. Wir singen sie nicht, um Singen zu üben. Sondern, um das Hören zu üben. Und das Aushalten: In vielen unserer Chorsätze gibt es Stellen, die hören sich irgendwie schräg an. Meistens nur für den Bruchteil eines Taktes, aber dennoch schräg. (Musikalisch heißt das natürlich nicht schräg, sondern disharmonisch.) Und das ist in den Liedern durchaus gewollt. Es wäre ja sonst auch extrem langweilig, wenn alle Lieder immer harmonisch und reibungslos wären. Für unsere Ohren ist das aber gewöhnungsbedürftig. Und genau diese Gewöhnung trainieren wir mit dem Sandmännchen. Unterteilt in Gruppen singen wir zeitgleich die Strophe. Aber alle in einer anderen Tonart. Welch disharmonische Freude.

Und damit ihr jetzt auch alle diesen Ohrwurm habt, möchten wir euch den Text von Walter Krumbach nicht vorenthalten:

Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit,
Wir sehen erst den Abendgruß,
Ehe jedes Kind ins Bettchen muss,
Du hast gewiss noch Zeit!

Like a virgin

Unser wöchentliches Chorleben läuft in der Regel nach dem gleichem Schema ab: Am Wochenende schreibt Sina oder Hanna eine Chormail. In der erläutern sie, was wir in der vergangenen Probe gesungen und gelernt haben und was wir in der kommenden Probe singen werden. Dann bereiten wir uns – manchmal mehr, manchmal weniger – darauf vor und sind für den Donnerstagabend – manchmal mehr, manchmal weniger – gewappnet.

Neulich stand „Schwarzwaldklinik“ mal wieder auf dem Probenplan. Als es soweit ist, gibt Guido die Töne an und wir legen los und singen. Selten singen wir ein Lied direkt komplett durch. Manchmal fangen wir mit den letzten Takten an. Manchmal mit den ersten. Manchmal singen wir auch nur ein Stück aus der Mitte. Dieses Mal singen wir von Anfang an. Und direkt durch bis zum Ende.

Nach dem letzten Takt fragt uns Guido ganz unschuldig, ob wir den ESC gesehen hätten. Und Madonnas Auftritt. Dass sie über die Bühne gestolpert sei. Und maximal jeden zweiten Ton getroffen hätte. Zustimmendes Nicken. Bis Guido hinterher schiebt: bei eurer Schwarzwald-Version gerade musste ich daran denken. Da waren wir wohl mal weniger gewappnet und es hörte sich offensichtlich eher so jungfräulich an, als hätten wir es noch nie gesungen. (Was aber nur für wenige Neu-Sängerinnen zutrifft.)

Vor dem ESC hätte uns ein Vergleich mit Madonna natürlich wahnsinnig stolz gemacht. Nach dem ESC nicht mehr. Und so nehmen wir diesen Vergleich als Ansporn, um besser als Madonna zu werden.

Ob das geklappt hat, hört ihr bei unserem nächsten Konzert.

T minus 5 Wochen

„The final countdown“ zählt leider (noch) nicht zu unserem Repertoire. Dennoch hat für uns der finale Countdown begonnen. Jede Woche versorgt uns Hanna oder Sina mit einer Probenmail. Und dieses Mal lesen wir: es sind nur noch fünf reguläre Proben bis zu unserem nächsten Konzert. Und obwohl wir bereits hier und da auf der Bühne gestanden haben, ist es das nächste Mal doch etwas Besonderes: wir stehen nicht auf unserer „Heimatbühne“ wie bei den fast schon traditionellen 3-Königinnen-Konzerten. Und wir stehen auch nicht als Gast auf der Bühne. Wir stehen ganz alleine – quasi fernab der Heimat – auf der Bühne: in Muffendorf. Und es ist nicht nur der Ort, der dieses Konzert zu etwas Besonderem macht. Es ist auch die Vorbereitung. Natürlich müssen wir die Noten lernen. Die Texte. Die Choreographie. Wir müssen unsere Kleiderschränke nach farblich Passendem durchforsten. Wir müssen uns aber auch um Plakat und Flyer sowie deren großräumige Verteilung kümmern. Um die Eintrittskarten, die Vorkasse und die Abendkasse. Die Presse und die Gema. Um dies und um das. Manches mussten wir bei den bisherigen Konzerten auch. Anderes nicht.

Wie gut uns das gelungen ist, erlebt ihr spätestens in fünf Wochen in Muffendorf.