Like a virgin

Unser wöchentliches Chorleben läuft in der Regel nach dem gleichem Schema ab: Am Wochenende schreibt Sina oder Hanna eine Chormail. In der erläutern sie, was wir in der vergangenen Probe gesungen und gelernt haben und was wir in der kommenden Probe singen werden. Dann bereiten wir uns – manchmal mehr, manchmal weniger – darauf vor und sind für den Donnerstagabend – manchmal mehr, manchmal weniger – gewappnet.

Neulich stand „Schwarzwaldklinik“ mal wieder auf dem Probenplan. Als es soweit ist, gibt Guido die Töne an und wir legen los und singen. Selten singen wir ein Lied direkt komplett durch. Manchmal fangen wir mit den letzten Takten an. Manchmal mit den ersten. Manchmal singen wir auch nur ein Stück aus der Mitte. Dieses Mal singen wir von Anfang an. Und direkt durch bis zum Ende.

Nach dem letzten Takt fragt uns Guido ganz unschuldig, ob wir den ESC gesehen hätten. Und Madonnas Auftritt. Dass sie über die Bühne gestolpert sei. Und maximal jeden zweiten Ton getroffen hätte. Zustimmendes Nicken. Bis Guido hinterher schiebt: bei eurer Schwarzwald-Version gerade musste ich daran denken. Da waren wir wohl mal weniger gewappnet und es hörte sich offensichtlich eher so jungfräulich an, als hätten wir es noch nie gesungen. (Was aber nur für wenige Neu-Sängerinnen zutrifft.)

Vor dem ESC hätte uns ein Vergleich mit Madonna natürlich wahnsinnig stolz gemacht. Nach dem ESC nicht mehr. Und so nehmen wir diesen Vergleich als Ansporn, um besser als Madonna zu werden.

Ob das geklappt hat, hört ihr bei unserem nächsten Konzert.

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